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ISCHIA - Einführung in die Insel
- ISCHIA
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ANMERKUNGEN ZUR GESCHICHTE
Ischia
wurde erstmals im VII. Jahrhundert v.Chr. von den Griechen aus Euboia
(GR = Evia) kolonisiert. Sie nannten die Insel Pithecusa, "Insel der
Affen", d.h. der Meerkatzen, bösartige Dämonen mit einem langen
Schwanz, dem der Affen ähnlich, die die Vulkangebiete besiedelten, ein
Mythos, der unter der Bevölkerung Euboias verbreitet war. In der
Folgezeit mussten sie die Insel aufgrund des Vulkanausbruches des
Montagnones verlassen und sich auf dem Festland niederlassen. 474 v.Chr.
bemächtigte sich Gerone di Siracusa der Insel und ließ ein Schloss
errichten.
Doch auch die Sirakusen wurden wenige Jahre später von einem
zweiten, heftigen Ausbruch in die Flucht geschlagen und die Insel wurde
erneut verlassen. Später ließen sich die Neapolitaner auf dem Gebiet
nieder, ihre Herrschaft dauerte bis 82 v.Chr., dem Jahr in dem die
Römer, an deren Spitze Sulla stand, die Insel eroberten. Auf die
römische Epoche geht die Umbenennung der Insel von Pithecusa in
Aernaria zurück. |

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Man wird bis zum Jahre 1000 n.Chr. warten müssen, bis
es zur aktuellen Benennung der Insel mit dem Namen "Ischia"
kommt, der sich aus der zusammengezogenen Form des lateinischen Wortes
"Insula" ableitet.
Der
Hauptort der Insel wird heute gleich dem der Insel benannt, Ischia.
Im Jahre
29 n.Chr. beschloss der römische Kaiser Augustus das Territorium im
Tausch gegen die Insel Capri, in die er sich verliebt hatte, erneut an
die Neapolitaner abzutreten. In den folgenden Jahrhunderten erlebte die
Insel verschiedene Herrschaften, angefangen bei den Schweden, die die
Insel 1154 eroberten. Ungefähr ein Jahrhundert später kam die Insel in
abwechselnder Reihenfolge unter die Herrschaft der Franzosen und
Spanier, die sich Jahrhunderte lang bekämpften, um die Vorherrschaft zu
erringen. Daher wurde die Insel zuerst von der Familie Anjou
kontrolliert, dann von der Familie Aragòn. In der Zwischenzeit bauten
die Inselbewohner mehrere Festungen, um sich gegen feindliche Angriffe
zu verteidigen, diese wurden jedoch im XVI. und XVII. Jahrhundert von
Piraten zerstört, die auf der Insel ausschifften und sie durch Raubzüge
verheerten. Im XIX. Jahrhundert stand die Insel unter bourbonischer
Herrschaft, diese dauerte bis 1860, dem Jahr der Vereinigung Italiens
und der daraus hervorgehenden Befreiung Ischias von der fremden
Herrschaft.
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ENTSTEHUNG UND STRUKTUR DES TERRITORIUMS |
Der Ursprung der Insel ist mit der
vulkanischen Tätigkeit der phlegräischen Region verbunden, als deren
Verlängerung Ischia angesehen wird. Die Insel ist nämlich eine
vulkanische Masse, die sich in der Antike aus einer Ansammlung von Lava,
Magma und anderem Schutt gebildet hat, welche aus den Kratern des Monte
Rotaro und des Monte Epomeo stammten, die sich anfänglich unter dem
Meeresniveau befanden. In der Folgezeit, infolge der großen Mengen
ausgespiener Schlacken, tauchte diese Ablagerung langsam aus dem Wasser
auf. Mit diesem Ursprung stehen auch die berühmten Thermalquellen der
Insel in enger Verbindung, die gespeicherte Wasseransammlungen aus der
geologischen Epoche sind, als Vulkane auf dem Höhepunkt ihrer
Tätigkeit waren.
Noch heute sind auf dem Boden Ischias einige
vulkanische Anhöhen sichtbar, und zwar der Monte Epomeo, der
Monte Trippodi, der Gampagnano, der Monte dei Vezzi, das Vorgebirge Promontorio
dell'Imperatore, der Marecocco und der Monte Vico, außer den
Kraterkegeln des Monte Tabor, des Monte Rotaro und des Montagnone. Auch
der Hafen von Ischia darf nicht vergessen werden; er war in der Antike
ein See vulkanischen Ursprungs, und blieb dies bis 1854, als auf Befehl
Ferdinand II. der Bourbonen dank der Errichtung eines Kanals eine
Verbindungsstraße zum Meer hergestellt wurde.
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FLORA UND FAUNA
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Ischia,
die größte der parthenopeischen Inseln, unterscheidet sich nicht von
den anderen mediterranen Gebieten, was die Flora betrifft, die man auf der
Insel vorfindet. Die meistverbreitetste Vegetation ist die der
reichhaltig mit Pinien und Kastanienhainen bewachsenen Wälder, wie der Bosco
della Maddalena, der Bosco Castiglione und der Wald auf den
Anhöhen des Monte Epomeo, wo diese Vegetationsart von Steineichen
bereichert wird. Einige der internen Inselgebiete sind auch von der Maccia
bewachsen, einem typischen mediterranen Niederwald, in den man
Heidekraut, Myrte und Ginster findet. Die Küste wird fast überall von
den lebhaften Farben der Weingärten, der Oliven- Obstbäume und
Agrumenpflanzungen, die mit harter Arbeit angelegt wurden, verschönert.
Und gerade einer dieser wunderbaren Farbtöne hat der Insel den Namen Grüne
Insel verliehen, unter dem sie in der ganzen Welt bekannt
ist.
Was die
Fauna betrifft, ist Ischia ein interessanter Sichtungspunkt von
Zugvögeln, die im Frühling und Herbst migrieren. Die Pinienhaine und
Wälder sind das natürliche Habitat von Rebhühnern, Wachteln und
Hasen, während die Küsten von einer großen Anzahl an Möwen besiedelt
werden. Außer Hunden und Katzen, die die Insel zahlreich bevölkern,
gibt es auch Maulesel, deren Hilfe oft zum Überwinden steiler Anhöhen
in Anspruch genommen wird.
Die
Gewässer, die Ischia umgeben, sind fischreich, dies ist seit der Antike
eine der hauptsächlichen Verdienstquellen der Inselbewohner.
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Ischia,
dieses kleine vom Meer umgebene Paradies, ist seit Alterszeiten sowohl
für seine natürliche Schönheit als auch für seine beachtlichen
Thermalquellen bekannt, die fast über die gesamte Insel verteilt sind.
Die Wichtigkeit der Quellen ist in ihrer heilsamen Wirkung zu suchen,
die auf der Temperatur, auf den im Wasser gelösten chemischen
Komponenten und deren verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten basiert.
Die auf Ischia vorhandenen Thermalquellen sind chlorhaltig, sulfidhaltig
und alkalisch, ihre Radioaktivität wechselt je nach Wassertyp.
Um die
heilsame Wirkung dieses wertvollen Wassers korrekt auszunutzen, ist es
ratsam, sich an Fachärzte zu wenden, die innerhalb der Thermalanlagen
selbst praktizieren. Die Thermalquellen sind bei der Behandlung von
Gelenkrheumatismus, Arthritis, Neuralgien, Residuen von Verstauchungen
und Verletzungen, Durchblutungsstörungen, Übergewicht, Urikämie,
u.s.w. wirksam. Sie werden auch bei den verschiedenen Behandlungen zur
Schönheitspflege angewandt. Um dem Touristen seinen Aufenthalt noch
angenehmer zu gestalten, befinden sich viele Anlagen innerhalb der
Hotels selbst, die über fortschrittliche Ausstattungen und außerdem
ein Team von Fachärzten verfügen, die dem Gast zur Disposition stehen.
Eine,
in Ausdruck und Gestaltung, der Welt schönsten Anlagen, dürften wohl
die "Gärten Poseidon" - "Giardini di
Poseidon" bei Forio verkörpern.
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© 2004 by Franz Petz j.f.petz@t-online.de |
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