Das
malerische Zentrum von Ischia Ponte liegt nur wenige Meter vom Castello
Aragonese entfernt. Das Castello ist einer der Hauptattraktionen der
ganzen Insel – nicht nur wegen seiner beeindruckenden Anlage, sondern
auch wegen der Spuren seiner bewegten Geschichte, die man dort immer
noch sehr gut erkennen kann.
Der
alte Fischerort Ischia Ponte gegenüber vom Castello ist durch eine eher
nüchterne Architektur aus dem 17. und 18. Jahrhundert gekennzeichnet,
die durch die Pastellfarben seiner Häuser sehr freundlich wirkt. Die
engen Straßen sind bis heute mit großen Vulkansteinen gepflastert. Im
„Borgo“ (Dorf) gibt es alle Arten von Geschäften, Kunstgalerien,
Vinotheken, Cafés und Restaurants, die sogar im Winter ihre Tische im
Freien aufstellen. Hier konzentrieren sich auch die wichtigsten Bauwerke
der Gemeinde: die Kathedrale von 1751, nur wenige Meter entfernt von
zwei weiteren Kirchen aus der selben Epoche. Ein Besuch dieser Kirchen
lohnt sich wegen ihrer Gemälde, Holzskulpturen und anderer Kultgegenstände.
Täglich finden hier Gottesdienste statt. Die Feierlichkeiten für den
von der Insel stammenden Heiligen San Giovan Giuseppe della Croce und
anderer lokaler Heiliger sind erlebenswerte Höhepunkte des Jahres.
Weitere
interessante Bauwerke sind die Casa Malcovati, der Palazzo Scalfati, und
der Palazzo Lauro nicht weit vom Palazzo Vescovile (Bischofspalast) oder
„Seminario“ (Priesterseminar).
Am
Küstenstreifen von Ischia Ponte, wo sich der Torre di Michelangelo
erhebt, öffnet sich die Bucht von Cartaromana mit den Felsen von
Sant’Anna. Hier findet am Abend des 26. Juli jeden Jahres, am
Namenstag von Sant’Anna, eine eindrucksvolle Veranstaltung mit einer
Parade von geschmückten Booten, dem „Brand des Castello“ und einem
riesigen Feuerwerk statt.
Unweit
von Ischia Ponte an den Hügeln von Campagnano erhebt sich das
monumentale spanische Aquädukt (Pilastri). Am Strand, an der anderen
Seite vom Ortszentrum von Ischia Ponte aus gesehen, liegt das alte
Fischerdorf Mandra. Über hundert Jahre alte Pinien trennen Ischia Ponte
von Ischia Porto. In dieser immergrünen Zone liegen, oft mit Blick aufs
Meer, eine Reihe von großen Hotels, teilweise in Luxuskategorie.
Die
Hauptstraße, die beide Ortskerne verbindet, ist der „corso“. Er führt
von der „Piazzetta dei Pini“ bis zum Hafen, vorbei an Kirchen,
Villen, schönen Palazzi, Cafés, Restaurants, Antiquitätengeschäften,
Boutiquen und Schmuckgeschäften, die den „corso“ zu einer beliebten
Einkaufsstraße und Flaniermeile machen.
Auch
das Gebiet um den Hafen bietet Interessantes: an der „Rive Droite“
(rechtes Ufer) des Hafens drängen sich dicht an dicht Restaurants
und Bars entlang der Mole. Nur wenige Meter entfernt steht das Rathaus und an der Piazza
Antica Reggia liegt der Haupteingang zu den Militärthermen, der frühere
Sitz der öffentlichen radioaktiven Thermen, davor der Sommerpalast der
Bourbonenkönige von Neapel.
Nicht weit von dieser beeindruckenden
Anlage liegt das Geodynamische Observatorium von 1844. Gegenüber, neben
der neoklassischen Chiesa die Santa Maria di Portosalvo befindet sich
die Piazza Trieste, der Hauptverkehrsknotenpunkt der Insel. Busse, Taxis
und Mikrotaxis, die die Pferdekutschen ersetzt haben, fahren von hier
aus über die ganze Insel.