Die
Thermalquellen kannte man seit antiken Zeiten, auch die Römer machten
von ihnen Gebrauch, und weihten den Strand von Citara
der Göttin Venere Citerea und dem Gott Apollo. Die Sage erzählt,
dass die jungfräuliche Priesterin Cecilia Metella durch mehrmaliges
Baden in diesen heiligen Gewässern erneut ihre Jugend und ihr
Wohlbefinden zurückerhielt.
.
Derzeit
sind an dieser Küste die Giardini di
Poseidon angelegt worden, ein Thermalkomplex von großem Ausmaß
eingebettet in das Grün tropischer, von der Sonne beschienener
Pflanzen. Die Anlage verfügt über die fortschrittlichsten Strukturen:
20 Schwimmbäder mit unterschiedlichen Temperaturen (von 28° bis 40°),
je nach Anspruch, sowie ein Kinderschwimmbad, Saunas, eine
Massageabteilung, Schlammbäder, Inhalationsvorrichtungen, Sandbäder
und Kuren jeder Art.
Der Komplex hat auch einen Privatstrand, der es dem
nicht kurbedürftigen Touristen ermöglicht, sich in aller Ruhe an der
Sonne und dem Strand zu laben, während er sich ab und zu im
transparenten, einladenden Meerwasser erfrischt.
Forio
liegt sowohl am Meer als auch in den Bergen und ist auf für diejenigen,
die bräunende Spaziergänge am Strand vorziehen, der ideale
Aufenthaltsort. Der nicht weitgelegene Monte Epomeo ist sicherlich ein
verlockendes Ziel, bevor man jedoch den Gipfel erreicht, sollte man
unbedingt eine Rast bei der Einsiedelei Eremo di San Nicola
einlegen, von wo aus man ein phantastisches Panorama genießt.
Um die
Schönheiten zu sehen, die dieser Ort dem Touristen bietet, kann man
sich auch auf des Vorgebirge
Promontorio del Soccorso begeben und
die wunderschöne gleichnamige Kirche besichtigen, die ihre Pracht durch
eine harmonische Stilmischung ausdrückt: Gotischer-, Renaissance- und
Barockstil. Im Inneren, über dem Altar, wird ein Kruzifix aufbewahrt,
das aus dem XIII. Jahrhundert stammt. Die Kirche birgt auch ein
wertvolles Seicento-Gemälde, das Cesare Calise zugeschrieben wird und
ein Weihwasserbecken aus Marmor, auf der arabische, lateinische und
griechische Schriftzeichen eingraviert sind. Auf dem Platz der Kirche
kann man ein natürliches Phänomen beobachten, den berühmten grünen
Strahl, der sich bildet, wenn der Sonnenstrahl sich in einem gewissen
Winkel im anliegenden Meer spiegelt.
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