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ISCHIA - Städte und Ansiedlungen
- ISCHIA
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Die Gemeinde mit ursprünglichem Namen Lacco, ab
1863 Lacco Ameno (Liebliches Lacco), ist die kleinste der
Insel, sowohl an Fläche (2,07km²), als auch an Einwohnern (3055). Sie
liegt an der Nordwestküste der Insel und erstreckt sich zwischen der
Hochebene der Fùndera, den Hängen des Epomeo bis zur Halbinsel Monte
Vico. Im Südosten grenzt Lacco Ameno an Casamicciola, im Südwesten an
Forio, im Norden ans Meer. Der Küstenteil des Ortes erlitt während des
Erdbebens von Casamicciola 1883 geringe Schäden. Seit damals
entwickelte sich das Gebiet ständig weiter, vor allem nach der Eröffnung
der Küstenstraße von Casamicciola nach Lacco Ameno im Jahre 1926. Das
Wahrzeichen der schönen Promenadestraße am Meer ist der „Funghi“
(Pilz),
ein ca. 10 m hoher pilzförmiger Felsen nur wenige
Meter vom Ufer im Meer gelegen.
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Am
Hafen an der Via Roma liegen eine Reihe kleiner, hübscher Häuser mit
verschiedenen Geschäften und Kunsthandwerksläden und die Pfarrkirche
Santa Maria delle Grazie. Restaurants, Cafés und Pizzerien blicken hier
direkt aufs Meer. Ein angenehmer Spaziergang an dieser Uferstraße
entlang führt schließlich auf die idyllische Piazza Santa Restituta,
dem Ortszentrum. Dort liegen die Grand Hotels, die in den 50-er Jahren
auf Initiative des Verlegers Angelo Rizzoli hier entstanden, daneben
Thermalquellen, die aus antiken Quellen gespeist werden und vor allem
der Gebäudekomplex Santa Restituta, der Patronin des Ortes und der
ganzen Insel. Die Festlichkeiten ihr zu Ehren dauern jedes Jahr mehrere
Tage mit dem Höhepunkt am 17. Mai.
Dieser
Komplex von Santa Restituta besteht aus der Kirche, dem angrenzenden
Verteidigungsturm, in dem heute das Rathaus eine Bleibe gefunden hat,
und aus dem sehenswerten archäologischen Museum unter der Kirche. Dort
kann man vorchristliche Funde besichtigen, die hier entdeckt und
aufbewahrt wurden, bis hin zu Funden aus der Zeit der Etrusker und
Italiker. Nicht weit von der Piazza entfernt öffnen sich die Gittertore
der Villa Arbusto aus dem 18. Jahrhundert, die kürzlich ohne Veränderung
der Struktur und zentralen Anlage umgebaut wurde. Sie beherbergt das
hochinteressante archäologische Museum von Pithecusae. Dort sind
weitere archäologische Funde ausgestellt, Zeugnisse der erste Phase der
griechischen Kolonisation im Westen. Sie wurden bei den Ausgrabungen des
Archäologen Giorgio Bucher ab 1952 auf dem Monte Vico und in der
Nekropole (Friedhof) von San Montano gefunden. Glanzstück der
Ausstellung ist die sogenannte „Coppa di Nestore“ (Nestors Becher),
datiert auf 752 v. Chr., auf der einer der ältesten griechischen Verse
eingraviert ist. Von der Villa Arbusto aus gelangt man auch zu Fuß auf
den Monte Vico, das äußerste Ende des Gemeindegebietes von Lacco Ameno.
Auf dem Ostteil dieser Halbinsel entstand im 8. Jahrhundert v. Chr.
Pithecusae, die älteste Siedlung Ischias aus historischer Zeit, die
erste griechische Kolonie in Süditalien, deren Ursprung Thema vieler
interessanter Untersuchungen ist. Auf dem Gipfel der Halbinsel lag die
Akropolis, die Nekropole wurde am Fuße des Monte Vico im Hinterland der
Bucht von San Montano entdeckt. |
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Home
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In
der gleichnamigen Bucht (San Montano), zwischen der Halbinsel Monte Vico und
Zaro den man als Vorposten von Forio bezeichnen kann, liegt inmitten üppigster Vegetation ein Strand,
der in den letzten Jahren bemerkenswert saniert wurde. Ein großer Teil
des Strandes gehört zum Thermalpark von Negombo, der die örtlichen
Thermalquellen nutzt. Der obere Teil der Gemeinde umfasst die Orte
Panella und Fango. Dort kann man heute noch die Sammelbecken für den
reinen Fango (Schlamm) besichtigen, der mit Mineralwasser angereichert
das Grundmaterial für die Fangotherapie bildet oder zur Produktion von
Kosmetikproduktion auf Basis von Thermalschlamm benutzt wird.
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Auf
der kleinen Piazza von Fango steht die kleine Kirche San Giuseppe, ein
Ziel für Pilgerfahrten und Zentrum der Feierlichkeiten zu Ehren des
Heiligen am 19. März jeden Jahres. Trotz all der Hotels und Restaurants
ist dieses Gebiet vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Hier wird in
erster Linie Wein angebaut, der weitgehend das Prädikatssiegel d.o.c. (denominazione
di origine controllata) trägt. Außerdem wachsen hier ausgedehnte
Edelkastanienwälder, durch die Wege führen, auf denen man, wenn auch
nicht sehr bequem, den Gipfel des Monte Epomeo erreichen kann.
In
der Gemeinde von Lacco Ameno gibt es das einzige öffentliche
Krankenhaus der Insel, nicht weit entfernt vom Hubschrauberlandeplatz an
der Küstenstraße nach Casamicciola. |
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